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Im Schaufenster (Die Krone des letzten Elfenkönigs)

Shia Khar'sandra

So oft hatte der Stein selten den Besitzer gewechselt. Und nun gehörte er niemandem, war an einem Platz gebunden, an dem er feilgeboten wurde, ausgestellt.

Verlassen.

Er war gebettet gebettet auf dunklen Samt, hinter eine blank geputzte Scheibe. Das Licht fällt hier anders als zuvor. Es bricht sich in dem trüben Stein, lockt die letzten Reflexionen von Licht hervor, tastet nach dem Feuer unter der trüben Haut.

Das summende Lied erfüllt den ganzen Verkaufsraum, die Angestellten hören es beim Öffnen der Tür, beim Zählen der Münzen, beim Löschen der Lampen. Kunden verstummen mitten im Satz und suchen nach der Quelle.

Täglich kommen auch jene, die nicht kaufen wollen. Wilde Hunde sitzen vor dem Glas und legen die Köpfe schief. Katzen kauern reglos auf dem Pflaster, die Pupillen weit und schwarz. Schmetterlinge ruhen mit halb geöffneten Flügeln an der Scheibe. Sie alle suchen stumm die Nähe des Steins, bis Besen, Stiefel oder scharfe Stimmen sie vertreiben.

Ich war lange still. Unter Silber. Unter fremden Händen. Nah an einem schlagenden Herzen, das mich beinahe geweckt hätte. Nun liege ich hinter Glas, und viele Herzen schlagen um mich.

Bald wird eines im richtigen Takt schlagen.

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